Wer den Frieden will, muss für den Frieden kämpfen

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Anlässlich des Antikriegstages am 1. September fordern die NaturFreunde Deutschlands eine starke Friedensbewegung. „Wir erleben heute eine neue Phase der Hochrüstung, sehen aber keine politische Kraft, die diesen Irrsinn durchbrechen will“, warnt Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands. Müller erklärt:

Der Antikriegstag 2020 ist ein besonderer Tag des geschichtlichen Gedenkens, der Warnung vor Krieg und Konfrontation und der Mahnung zu Abrüsten und Entspannung. Denn 75 Jahre nach dem Ende der großen Katastrophe des 2. Weltkrieges sind das Säbelrasseln und die Hochrüstung wieder da.

Heute lebt die Menschheit erneut „am Rande des Friedens“, wie Siegfried Lenz den Zustand unserer Zeit bereits im Jahr 1988 beschrieb. Doch trotz des Endes des Kalten Krieges nehmen die Spannungen wieder zu und wir erleben eine neue Phase der Hochrüstung. Die Welt wird neu geordnet, allerdings nicht nach dem Primat von Verständigung, Entspannung und der Suche nach Gemeinsamkeiten. Stattdessen kehrt der Nationalismus zurück und die Militärausgaben werden massiv gesteigert.

Wir NaturFreunde, seit vielen Jahrzehnten aktiv in der deutschen und internationalen Friedensbewegung, sehen derzeit keine politische Kraft, die diesen Irrsinn durchbrechen will. Wir brauchen erneut eine starke Friedensbewegung, damit Europa ein Friedensprojekt bleibt und nicht zu einer neuen militärischen Supermacht wird.

Wir fordern:

  • Abrüsten statt Aufrüsten, die Militärausgaben müssen drastisch sinken;
  • ein atomwaffenfreies Deutschland und Europa;
  • eine Rückkehr zur Rüstungskontrolle;
  • ein Ende der Rüstungsexporte.

Es wird keine sichere Welt geben, wenn die Spirale der Unvernunft und des militärischen Wahnsinns nicht durchbrochen wird. Wer den Frieden will, muss für den Frieden kämpfen. 75 Jahre nach Kriegsende ist das unsere besondere Verantwortung.

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